Ne kleene Übersicht

Auf dieser Seite werden alle Personen der Generation Z aufgeführt, die der Masterarbeit ihre Stimme gegeben haben. Ebenso wird hier die theoretische Recherche zum Thema sächsische Dialekte, deren Bedeutung und Wahrnehmung chronologisch dargestellt. Dieselben Inhalte können auch über die Startseite gefunden werden.

Personen und ihre Perspektive

Annemarie

Mir wurde auch mal gesagt, dass ich sprachlich gar nicht so richtig in die Familie reinpasse. Hör dir die ganze Audio an

Benjamin

Zum Beispiel könnte man sagen: „Wie der sich gestern schon wieder aufgeführt hat, das war fei weit nei bies.“ Hör dir die ganze Audio an

Elisabeth

Ich finde Sächsisch is irgendwie so sehr sarkastisch und oft nicht ernst gemeint und auch manchmal so’n kleines bisschen stumpf, auch im Humor. Aber ja, ich bin damit eben irgendwie auch groß geworden ’n Stück weit und deswegen ist das auch für mich mit Nostalgie verbunden. Hör dir die ganze Audio an

Emilia

Es erinnert mich einfach an meine Großmutter, weil sie tatsächlich die am meisten sächselt in meiner Familie. Und manchmal ertappe ich mich dabei, dass ich die gleichen Wörter wie sie verwende. Und das freut mich dann auch irgendwie. Also, für mich is das so ein bisschen Heimat, bisschen Familiengefühl. Hör dir die ganze Audio an

Joshua

Das heißt auch ich hatte irgendwie den sächsischen Dialekt und hab ihn manchmal, als ich dann älter wurde, spaßhaft verwendet, um meine Mutter zu ärgern. Hör dir die ganze Audio an

Judith

Es wurde so ein bisschen forciert, dass wir nicht so stark im Dialekt sprechen. Ich weiß nicht genau warum, ob sich vielleicht meine Eltern selber für ihren Dialekt schämen. Hör dir die ganze Audio an

Krissi

Da beim Studium, da war‘n so viele Leute, die Sächsisch geredet ham. Scho‘ alleen, wenn der Dozent vorne steht und dann anfängt zu sächseln: „So, jädz mach’n ma hier ’ne Runde Mademadik und oab geht’s.“ So, da freut man sich natürlich und antwortet dann auf Sächsisch, nor. Hör dir die ganze Audio an

Levi

Ich vernuschle ganz gerne Enden von Wörtern. Ich nutze irgendwie so wirklich zugegeben seltsam klingende Wörter wie „Loofn“ für „Laufen“, „Boom“ für „Baum“ und so weiter. Hör dir die ganze Audio an

Miriam

„Diddschn“ find’ ich sehr sehr schön. Also ich mag … das klingt so … Erstens mag ich, dass es eben genau diese Begriffe in anderen Orten Deutschlands nich gibt und zweitens mag ich auch, dass … ich finde so‘n Wort wie „Bemme“ oder gerade auch „Diddschn“, das ist so greifbar. Und ich finde das Wort klingt wie die Aktivität, die es ausdrückt. Hör dir die ganze Audio an

My

Vor allem auch mit meinem Hintergrund als Vietnamesin – das is immer so sehr komisch gewesen: „Oh, ’ne Vietnamesin mit sächsischem Dialekt.“ Und ja, ich glaub, deswegen is‘ es über die Zeit auch einfach ‘n bisschen verschwunden. Hör dir die ganze Audio an

Phillip

Manchmal kann ich meinen Dialekt auch so ein bisschen als Party-Trick verwenden. Hör dir die ganze Audio an

Tabitha

Oder auch gerade wenn wir uns in Leipzig tatsächlich sehen und dann irgendwie ein bisschen so Dresden Sehnsucht haben, dass wir dann so nur sächsisch verfallen miteinander. Hör dir die ganze Audio an

Thanh

Das ist mir zum Beispiel aufgefallen, als ich in Berlin an meiner Hochschule war, dass ich gesagt habe „Ich mache jetzt mal los.“ Und mich dann meine Tutorin gefragt hat, ob ich aus Sachsen komme und da wurde mir zum Beispiel auch erst bewusst, dass dieses „Ich mach mal los“ oder „machen“ anstelle von „gehen“ eine sehr typische sächsische Sache ist. Hör dir die ganze Audio an

Recherche über sächsische Dialekte

Keen Dialekt is wie der andre

Was versteht man unter „dem sächsischen Dialekt“, und wie lässt er sich sprachwissenschaftlich verorten? Wie verbreitet ist Dialektkompetenz und -gebrauch in Sachsen im Vergleich zu Deutschland, und wer spricht wann Dialekt? Woher stammt die sächsische Sprachlandschaft, und welche Besonderheiten prägen sie?Lies dir den Text durch

Dialekt hörn is wie daheeme sein

Welchen Einfluss hat die Sprechweise eines Menschen darauf, wie er von anderen wahrgenommen und eingeordnet wird? Warum und in welchen Situationen wechseln Menschen zwischen Dialekt und Standardsprache? Inwiefern ist Sprache ein zentrales Mittel zur Herstellung und Sichtbarmachung sozialer, regionaler und nationaler Identität?Lies dir den Text durch

Das klingt aber gouhmsch

Wie werden sächsische Dialekte im deutschsprachigen Raum wahrgenommen? Wie zeigt sich die negative Wahrnehmung des Sächsischen konkret in der Öffentlichkeit? Wie gehen einzelne Sprecher*innen mit Diskriminierungserfahrungen aufgrund ihres Dialekts um?Lies dir den Text durch

Oochn off bei dor Berichterstattung

Welche medialen Narrative über sächsische Dialekte und ihre Sprecher*innen existieren in Deutschland? In welchem Zusammenhang stehen diese Zuschreibungen und die Wahrnehmung der Menschen von außen?Lies dir den Text durch